Schlagkräftige Klientel beschäftigt Bundespolizisten Drucken E-Mail
Montag, den 26. Februar 2018 um 16:25 Uhr

©Symbolfoto: Bupo | nhKASSEL. Gleich vier neue Fälle von körperlicher Gewalt in Fulda, Gießen und Witzenhausen beschäftigen die Ermittler der Bundespolizeiinspektion Kassel. Durch drei Fausthiebe ins Gesicht erhielt am Samstag gegen 1:30 Uhr ein 23-Jähriger aus Rotenburg eine blutige Nase.

Der Täter schlug in der Toilette eines Gastronomiebetriebes plötzlich zu. Warum es zu der Attacke kam, ist noch unklar. Bei dem Schläger soll es sich um einen etwa 25-30 Jahre alten Mann, etwa 170 cm groß und mit nordafrikanischem Aussehen gehandelt haben. Auffällig war bei dem Unbekannten eine rasierte Glatze. Das 23-jährige Opfer wurde durch eine RTW-Besatzung ambulant versorgt.

Tritte und Schläge weil privater Ticketkauf verweigert wurde

Der zweite Fall von Körperverletzung ereignete sich bereits am vergangenen Freitag gegen 21 Uhr im Gießener Bahnhof. Bislang Unbekannte traten und schlugen einen 22-jährigen Asylbewerber aus Somalia, weil dieser es ablehnte, von den Fremden ein Bahnticket zu kaufen. Der 22-Jährige wollte nach Reiskirchen fahren und zog eine Fahrkarte am Automaten in der Bahnhofshalle. Daraufhin gingen die Unbekannten auf den Mann los und verletzten den Mann mit Tritten und Schlägen. Der Asylbewerber erlitt dabei leichte Prellungen im Gesicht. Anschließend erstattete der 22-Jährige Strafanzeige beim Bundespolizeirevier Gießen.

Schläge während der Zugfahrt

Ein dritter Fall von Körperverletzung ereignete sich am Freitagnachmittag gegen 15 Uhr in einem Zug der Hessischen Landesbahn (HLB) während der Fahrt von Fulda nach Gießen. Infolge einer verbalen Auseinandersetzung sollen ein 16-Jähriger aus Niddatal und ein 19-Jähriger aus Nidda durch Tritte und Schläge verletzt worden sein. Der jüngere der beiden Opfer erhielt eine blutige Nase. Der 19-Jährige musste wegen Prellungen behandelt werden. Zu dem Tatverdächtigen gibt es durch Zeugen bereits konkrete Hinweise. Bei der Ankunft in Mücke sei der Schläger mit seinem Begleiter ausgestiegen.

Schwarzfahrer verletzt 15-Jährige

Aus Wut über eine Fahrscheinkontrolle warf ein 28-jähriger Schwarzfahrer sein Smartphone mehrfach auf den Boden und in Richtung einer 15-Jährigen. Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Samstagnachmittag bei Witzenhausen in einer Cantusbahn, während der Fahrt von Göttingen in Richtung Kassel. Der 28-Jährige, ein libanesischer Asylbewerber aus Südbrookmerland (Niedersachsen), fiel bei einer Fahrscheinkontrolle ohne Ticket auf. Er war uneinsichtig und zeigte sich sofort renitent gegenüber den Mitarbeitern des Kontrolldienstes. Anschließend warf er sein Mobiltelefon wütend auf den Boden und an das Kopfteil des Sitzplatzes der Schülerin aus Hannoversch Münden. Durch Glassplitter wurde das Mädchen leicht verletzt. Wegen seines schlechten Benehmens setzten ihn die Kontrolleure anschließend im Bahnhof Witzenhausen an die frische Luft. Durch die Fahrpreisnacherhebung des Kontrolldienstes war die Identität des Mannes bekannt. Bei der Ankunft in Kassel meldete die Schülerin den Vorfall sofort der Bundespolizei. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und gegen den 28-Jährigen ein Strafverfahren eingeleitet. Die zuständige Ausländerbehörde in Aurich wurde über den Vorfall informiert.

Wer Angaben zu den Fällen machen kann, wird gebeten, sich bei der Bundespolizei in Kassel, Tel. 0561-816160, zu melden. (ots)

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